Deutschland Vorreiter bei Nutzung von Verschlüsselungstechnologien

Noch nie waren Anwendungen und sensible Informationen durch kryptografische Methoden so sicher geschützt wie heute. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der von nCipher Security in Auftrag gegebenen, internationalen Ponemon-Studie „Global Encryption Trends Study 2019“.

Da sich Datenschutzpannen in Unternehmen häufen, werden umfassende Strategien zur Verschlüsselung immer wichtiger. Laut der Studie verfügen im Jahr 2019 45 Prozent der weltweit Befragten über einen detaillierten Verschlüsselungsplan, der im gesamten Unternehmen einheitlich angewendet wird. Weitere 42 Prozent nutzen diesbezüglich Pläne oder Strategien, die auf bestimmte Anwendungen und Datentypen begrenzt sind.

Ein für viele sicher überraschendes Ergebnis der Studie: Deutschland nimmt eine Vorreiterrolle bei der Verschlüsselung ein. So verfügen hierzulande 67 Prozent der Unternehmen über eine Verschlüsselungsstrategie verglichen mit 45 Prozent weltweit. Zudem setzen 20 Prozent der deutschen Firmen 13 Verschlüsselungsprodukte oder mehr ein – gegenüber 13 Prozent weltweit. Das hohe Schutzniveau gelte auch dann, wenn Unternehmen Cloud-Technologien sowie das Internet der Dinge (IoT), die Blockchain und digitale Zahlungsmethoden nutzen, so die Studie. Zu den wichtigsten Funktionen von Verschlüsselungslösungen zählen die deutschen Befragten die Skalierbarkeit sowie die Systemleistung und Latenzzeit.

Dabei sind in Deutschland drei Datentypen stärker verschlüsselt als in allen anderen Ländern, nämlich Zahlungsdaten, geistiges Eigentum sowie gesundheitsbezogene Informationen. Als stärkste Bedrohungen für sensible Daten sehen die deutschen Studienteilnehmer System- oder Prozessstörungen sowie rechtmäßige Datenanfragen wie etwa durch die Polizei.

Weitere Ergebnisse der Studie:

Die Mehrheit der deutschen Befragten (83 Prozent gegenüber weltweit 67 Prozent) setzen in hohem Maß Cloud Computing für sämtliche Daten- und Anwendungsklassen ein.

  • Ganze 68 Prozent der Deutschen gegenüber weltweit 60 Prozent übertragen sensible Daten in die Cloud.
  • 64 Prozent gegenüber weltweit 44 Prozent verschlüsseln Daten vor dem Senden in die Cloud mit kundenspezifischen Methoden.
  • Deutschland nimmt mit 62 Prozent gegenüber weltweit 47 Prozent eine führende Position beim Einsatz von Hardware-Sicherheitsmodulen (HSM) ein.
  • Deutschland zählt mit 68 Prozent gegenüber weltweit 60 Prozent zu den führenden Ländern, in denen zentrale Teams mittels HSMs kryptografische Services für interne Abteilungen und Anwendungen bereitstellen.

Datenerfassung als wichtigste Herausforderung

Digitale Trends, die wachsende Cloud-Nutzung, Mobilität und die steigende Anzahl von IoT-Geräten führen zu einer explosionsartigen Zunahme und Verbreitung von Daten. Demnach sehen weltweit 69 Prozent der Befragten die Datenerfassung als größte Herausforderung bei der Planung und Durchführung einer Verschlüsselungsstrategie. Stark zugenommen hat weltweit die Bedeutung von HSMs. So stieg deren Einsatz von 41 Prozent im Jahr 2018 auf heute 47 Prozent. Dies zeigt, dass die Anforderungen an eine sichere Umgebung mit einem hohen Maß an Vertrauen, Integrität und Kontrolle für Daten und Anwendungen gleichermaßen steigen. Dabei beschränkt sich die Nutzung von HSMs nicht mehr nur auf traditionelle Anwendungsfälle wie Public Key Infrastructures (PKI), Datenbanken oder Anwendungs- und Netzwerkverschlüsselung (TLS/SSL). Die Nachfrage nach vertrauenswürdiger Verschlüsselung für neue digitale Technologien hat im Jahr 2018 zu einer deutlichen Zunahme von HSMs bei Code Signing (13 Prozent), Big Data Encryption (12 Prozent), IoT Root of Trust (10 Prozent) und Document Signing (8 Prozent) geführt. Darüber hinaus verwenden 53 Prozent der Befragten On-Premise-HSMs, um den Zugriff auf Public-Cloud-Anwendungen zu sichern.

>> zur Studie zu Verschlüsselungstrends in Deutschland.

Quelle: nCipher

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