Grindr teilt Informationen über HIV-Status mit Firmen!

Unter homosexuellen Männern erfreut sich die App Grindr größter Beliebtheit. In der App lassen sich neben Daten wie Alter, Größe etc. auch der HIV-Status speichern. Damals wurde dieser Punkt gelobt. Er wird nämlich direkt im Profil angezeigt.

Jetzt kam heraus, dass die App diese Daten, neben anderen Informationen, mit zwei Werbefirmen geteilt hat. Es ist kein zweites „Cambridge Analytica“, zeigt aber wie gläsern Teilnehmer durch die Nutzung einzelner Apps werden können.

Apptimize, Localytics und Grindr.

Grindr macht Gebrauch von zahlreichen anderen Technologien. Zwei von ihnen sind Apptimize und Localytics. Die Apps sollen am Ende des Tages helfen Grindr zu optimieren. Bis dahin nichts Verwerfliches. Doch dazu wurden Alter, Beziehungsstatus, Ethnizität, IMEI, GPS-Daten, sexuelle Präferenzen und eben der HIV-Status mit den Unternehmen geteilt. Zusätzlich kommt hinzu, dass die Übertragung dieser höchst sensiblen Informationen im Klartext stattgefunden hat. Wer also über technisches Know-How verfügt, konnte die Daten einsehen.

Das Geschäftskonzept hält nicht weiter stand. Der HIV-Status wird nicht länger mit den Werbefirmen geteilt. Und das, obwohl es den Drittfirmen wohl untersagt gewesen sei diese Daten weiterzuverkaufen. Das ironische an dem Vorgang ist, dass das Netzwerk für homo-, bi- und transsexuelle Menschen bis vor wenigen Wochen für die Einführung des HIV-Status gelobt worden ist. Normalisiert er doch den Umgang mit der Krankheit. Und auch die Erinnerung an regelmäßige HIV-Tests werden durch die App ermöglicht. Hilfreiche Funktionen, die von vielen Menschen gelobt worden sind. Die Unterteilung in gute und „böse“ Datenhaltung ist deshalb nur auf den ersten Blick möglich.

Es gibt im 21. Jahrhundert keine unwichtigen Daten mehr!

Ab wann beginnen Informationen sensibel zu werden, ab wann dienen diese dazu jemanden zu deanonymisieren? Es wirkt fast so, als würde das Geschäftsmodell „Bezahlen mit persönlichen Daten“ die moderne Gesellschaft langsam einholen. In diesem Fall reichen bereits wenige Informationen um auf eine Person schließen zu können. Die IMEI Nummer ist einzigartig und nur mit Aufwand zu ändern. Dazu der Name oder Vorname? Können schon ausreichen um jemanden zu identifizieren. Der HIV-Status, eine höchst sensible Information, könnte dann verwendet werden um denjenigen zu diffamieren. Auf der anderen Seite kann es aber auch eine hilfreiche Stütze sein, wichtige Termine nicht zu vergessen.

Daten sind Gold. Datensparsamkeit vielleicht der Sargnagel.

Das Ökosystem Internet funktioniert mithilfe der zahlreichen Informationen. Speichern, so viel wie möglich. Dass diese Geschäftspraktik sehr oft zum Problem wird, lässt sich an den zahlreichen Datendiebstählen zeigen. Aus diesem Grund sollten nur so viele Informationen wie nötig und so wenige wie möglich gespeichert werden. Kommt es zu einem Datendiebstahl, steht man mit wenigen verschlüsselten Daten nämlich gut dar.

Der Dreh und Angelpunkt ist häufig die Authentifizierung der Nutzer. Werden E-Mail-Adresse, Passwort, Lokalisierung und Daten wie sexuelle Vorlieben geklaut, kann es schnell persönlich werden. Damit das nicht einmal technisch passieren kann, sollte man Gebrauch von modernen Technologien machen. Wir kümmern uns übrigens darum, dass das Geschäftsmodell rund um den Diebstahl von Zugangsdaten morgen nicht mehr funktioniert.

Mit XignQR ermöglichen wir es Unternehmen, Diensten und Webseiten die wertvollen Daten ihrer Kunden zu schützen und die Datenverarbeitung für den Kunden transparent zu gestalten. Die starke Nutzerauthentifizierung, das vertrauenswürdige I dentity Management und die sichere Verschlüsselung der Daten bei der Speicherung und Übertragung übernehmen wir gerne für sie und ihr Unternehmen. XignQR ist in allen Anwendungsfällen darauf ausgerichtet Sicherheit und Benutzerfreundliche, für den Endanwender, als auch für den Dienstanbieter zu gewährleisten und das unter Einhaltung der neuen EU Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO).

Für Fragen zum Thema Authentifizierung, Identity Management und Datenschutz, kommen sie gerne auf uns zu.

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Weitere Informationen und Quellen

[1] Der Verrat von Grindr (sueddeutsche) [2] Beliebte Dating-App gibt HIV-Daten weiter (faz) [3] Grindr: Dating-App gibt HIV-Daten weiter (pcwelt)

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