Mehr um eigene Sicherheit im Netz bemühen

Der heutige Welt-Passwort-Tag soll uns daran erinnern, uns um die eigene Sicherheit im Netz zu bemühen. Ein wichtiger Tag, da der Schutz unserer sensiblen persönlichen Daten beim Surfen im Netz allzu oft unserer Bequemlichkeit zum Opfer fällt – und das nicht nur durch die Wahl eines schwachen Passwortes.

Welche Infos Nutzer schwach oder gar völlig ungeschützt im Netz preisgeben und wie die Wahl der Suchmaschine zu mehr Datenschutz beitragen kann, erklärt Robert E.G. Beens, Gründer und CEO der datenschutzfreundlichen Suchmaschine Startpage: „Simpel statt sicher. Eine Einstellung, die uns bei unseren Online-Aktivitäten schnell zum Verhängnis werden kann. Einfach und bequem wird ein Passwort wie 1234 oder qwertz gewählt, um unser Online-Konto – vermeintlich – zu schützen. Wirklich sicher sind die Daten so nicht. Ein schwaches Passwort ist eine gefundene Einladung für Hacker. Mit etwas krimineller Energie ist das Konto schnell kompromittiert. Persönliche Daten wie die Email-Adresse, Kreditkartendetails oder gar Daten über den eigenen Gesundheitszustand geraten in die Hände unbekannter Dritter. Keine schöne Vorstellung.

Umso erschütternder ist, dass es noch nicht einmal eines Hacks bedarf: Wir selbst teilen täglich unbedarft unsere persönlichsten Informationen, und zwar bei der Suche im Internet. Angefangen bei der IP-Adresse, unserem aktuellen Standort oder dem verwendeten Gerät bis hin zu den zuvor besuchten Seiten und wie viel wir bei unserem letzten Einkauf ausgegeben haben. Eigentlich alles Informationen, die durch ein Passwort geschützt sein sollten – es aber nicht sind.

Nutzerdaten sind zu einer lukrativen digitalen Schatzkiste geworden, die bei Kriminellen und Unternehmen gleichermaßen begehrt ist. Big-Tech-Konzerne nutzen sie, um erschreckend präzise Profile über uns zu erstellen und zu exorbitanten Preisen an Werbekunden weiterzuverkaufen.

Wie können wir uns also besser schützen? Wir müssen unsere Privatsphäre in die eigene Hand nehmen. Angefangen bei der Wahl eines starken Passwortes: Nicht zu kurz, möglichst viele Zeichenklassen, also Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, idealerweise kombiniert mit Zwei-Faktor-Authentifizierung. Ratsam ist auch ein vertrauensvoller Passwortmanager. Wir sollten aber auch bedenken, dass jedes Mal, wenn wir ein Nutzerkonto - und somit ein Passwort - erstellen, wir unsere persönlichen Daten einem Unternehmen anvertrauen. Das bedeutet, dass dort Informationen über uns gesammelt und in einem Profil zusammengetragen werden. Ein besonders einfacher und effektiver Weg, um das zu vermeiden: Durch die Verwendung einer Suchmaschine wie Startpage, die die Privatsphäre der Nutzer respektiert, indem sie schlicht und ergreifend keinerlei Daten ihrer Nutzer sammelt.“

Teaserfoto: © Adobe Stock/Shinonome Production