Windows Defender – reicht der kostenlose Virenschutz?

Der kostenlose Virenschutz von Microsoft hat einen steinigen Weg hinter sich. Jahre lang wurde er belächelt. Und das nicht ohne Grund. Er war lange Zeit schlichtweg kein guter Schutz. Doch was kann der kostenlose Virenschutz heute?

Muss für einen Virenschutz Geld auf den Tisch gelegt werden?

Sobald Windows verwendet wird ist der Virenschutz obligatorisch. Die meisten Angriffe haben es nach wie vor auf das Betriebssystem aus dem Hause Microsoft abgesehen. Das ist unter anderem auf den hohen Marktanteil zurückzuführen. Einige wenige kommen zwar komplett ohne Virenschutz aus – für die breite Masse ist das jedoch nicht zu empfehlen.

Da das Angebot an Virenschutz-Software umfangreich ist, und von kostenlos bis hin zu Hundert Euro reicht, ist die Frage gerechtfertigt ob man für einen guten Schutz auch Geld bezahlen muss. Mehrere Prüfunternehmen und Fachblätter sind nun zu dem Ergebnis gekommen:

Der Windows Defender bietet einen guten Basisschutz an. Durch die tiefe Integration ins System arbeitet er ressourcenschonender und unauffälliger als viele andere Virenscanner.

Kostenloser Virenschutz – bei Zusatzfunktionen und Anpassungsmöglichkeiten wird’s knapp!

Wem der Basisschutz reicht ist mit dem Windows Defender bestens bedient. Ein Schutz vor Ransomware rundet das Angebot ab. Dokumentenordner können dann nur von Software verändert werden, denen dieses Recht auch eingeräumt worden ist. Doch wer weitere Funktionen benötigt, kommt mit den Bordmitteln schnell an seine Grenzen.

Kostenlose Virenscanner von Drittanbietern erfordern stets Kompromisse. Entweder wird Werbung eingeblendet oder der Funktionsumfang eingeschränkt. Wem der Windows Defender am Ende des Tages als kostenloser Virenschutz nicht genügt, dem empfehlen wir Geld auf den Tisch zu legen. Nicht weil die Erkennung dann besser funktioniert, sondern weil mögliche Sicherheitslücken und Einfallstore, wie z.B. über Werbung, geschlossen werden.

Kostenpflichtige Anti-Virensoftware wird durch Zusatzfunktionen interessant!

Der Schutz vor Trojanern, Viren und Ransomware wird durch den Windows Defender gewährleistet. Ausnahmen bestätigen die Regel – denn auch der neueste Trojaner kann erst dann erkannt werden, wenn er auch entdeckt wurde. Es gibt zwar neue Ansätze bei der Erkennung von Schadsoftware, doch diese müssen sich erst noch beweisen.

Sobald aber jemand seine Wallet schützen will, beim Surfen im Internet einen besonderen Schutz haben will oder explizit den Online-Banking Bereich vor Banking Trojanern schützen will, der kann zu Anti-Virensoftware greifen und sollte auch bereit sein etwas Geld zu bezahlen. Hier zeigt der Windows Defender nämlich noch Defizite – und überlässt so das Feld der spezialisierten Anti-Virenlösung