Checkliste: Was ist nach einem Virenbefall zu tun?

Anzeichen für einen infizierten Rechner können ein verlangsamter Betrieb, Computerabstürze oder ungewollt gestartete Programme sein. Beachten Sie folgende Hinweise, um den Schaden zu begrenzen und Ihren Rechner wieder betriebsbereit zu machen.

  • Erste Hilfe: Handeln Sie zügig, aber besonnen
    • Schließen Sie, sofern möglich, alle geöffneten Programme
    • Führen Sie eine vollständige Systemüberprüfung mittels eines aktuellen Antiviren-Programms [1] durch
    • Überprüfen Sie externe Speichermedien wie Festplatten und USB-Sticks ebenfalls mittels Ihres Antiviren-Programms
    • Entfernen Sie Schädlinge gemäß der Empfehlung des Antiviren-Programms
     
  •  Retten Sie Ihre Daten
    • Lässt sich Windows nicht mehr normal starten, drücken Sie beim Hochfahren mehrfach die Taste F8 und wechseln Sie in den „Abgesicherten Modus“
    • Alternativ laden Sie sich ein mobiles Betriebssystem wie Knoppix oder Kanotix herunter und starten Ihren Rechner mit diesem Betriebssystem [1]
    • Führen Sie eine Systemüberprüfung mit Ihrem Antiviren-Programm durch
    • Speichern Sie ungesicherte Daten auf einem externen Datenspeicher ab
  • Machen Sie Ihr System nach einem Virenbefall wieder betriebsbereit
    • Sie können nicht wissen, was der Schädling unternommen hat. Gehen Sie daher ganz sicher, indem Sie Ihr gesamtes System neu installieren
    • Vergeben Sie für alle schützenswerten Logins neue, sichere Passwörter [1]
    • Laden Sie regelmäßig Updates des Betriebssystems herunter und bleiben Sie über Updates informiert. Der Service securityNews hilft Ihnen dabei [1]
  • Schalten Sie Experten ein
    • Scheuen Sie sich nicht, einen Computerexperten zu Rate zu ziehen
    • Melden Sie einen Verdacht auf Wirtschaftsspionage der Polizei
    • Das BSI empfiehlt jedem Unternehmen, welches seine Geschäftsprozesse auf IT aufbaut, einen IT-Sicherheitsbeauftragten zu benennen [2]

Weiterführende Informationen zu diesem Thema:www.mittelstand-digital.dewww.ec-net.de[1] ratgeber.it-sicherheit.de IT-Sicherheitstipps und Hintergrundinfos[2] www.bsi.bund.de Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Autoren   

Deborah Busch, FH Gelsenkirchen, Institut für Internet-Sicherheit 

Dipl.-Inform.(FH) Sebastian Spooren, FH Gelsenkirchen, Institut für Internet-Sicherheit 

Prof. Dr. (TU NN) Norbert Pohlmann, FH Gelsenkirchen, Institut für Internet-Sicherheit